Textauszüge

Im folgenden könnt ihr hier einige Auszüge aus meinen Büchern lesen. Viel Spaß!

Auszug aus: "Wer bin ich wirklich?"

 

Bärbel Becker hatte gerade den dampfenden Suppentopf auf den
Tisch gestellt, als Marita durch die Haustür platzte und ein lautes
"Hallo, ich bin zurück!" rief.
"Hallo, da bist du ja! Wie gerufen! Habe gerade das Essen auf den
Tisch gestellt." Bärbel kam auf den Flur und drückte Marita fest an
sich.
"Was ist denn nun los? Das machst du doch sonst nicht!"
"Tut mir leid, Marita. Hat mich einfach überkommen."
"Na ja, auch egal. Kann ich dann jetzt Schuhe und Jacke ausziehen?"
"Ja, natürlich kannst du. Und dann komm bitte essen!" Bärbel entließ
Marita aus der Umklammerung und ging in die Küche zurück.
Marita nutzte die Gelegenheit und kramte die Geburtsurkunde aus
ihrer Schultasche. Jetzt gab es für beide Elternteile kein Entkommen.
Sie wollte endlich wissen, was es mit der Urkunde auf sich hatte.
"So, was gibt es denn?", fragte sie, als sie schließlich am Tisch saß,
um erst mal nicht aufzufallen.
"Nudelsuppe und Feldsalat. Ist das ok?" Bärbel nahm den Deckel
vom Topf.
"Muss echt viel sein, wenn schon der Topf so groß ist..." Marita
guckte in den Suppentopf. "Dafür sieht es sehr lecker aus!"
"Na, das will ich aber hoffen, dass die Suppe lecker ist. Papa hat
mir sogar geholfen, kannst du das glauben?"
"Hmmm, vielleicht."
"Die Suppe packen wir aber, oder?" Heinrich ließ sich nieder und
fing an, sich drei Kellen Suppe in den Teller zu füllen.
Bärbel grinste. "Sicher! Lasst es euch schmecken! Und vergesst den
Salat nicht!"
Während alle am essen waren, rückte Marita mit der Sprache heraus.
"Also, heute Morgen war die Stimmung ja sehr drückend... Seit
ihr jetzt wacher?"
"Hmmm? Ja, schon. Worauf willst du hinaus?", wollte Bärbel wissen.
"Es ist vielleicht kein Thema fürs Essen, aber während ich in der
Schule saß, bekam ich das Gefühl nicht los, dass ihr mir irgendwas
sagen wollt. Ist denn was?"
"Ach, Kind! Das Thema hatten wir doch heute Morgen schon. Es
ist wirklich nichts, alles gut!"
"Sicher?"
"Ja, sehr sicher!"
Doch Marita ließ nicht locker. "Ich seh's doch deinen Augen an,
dass was nicht in Ordnung ist. Und wisst ihr was? Ich glaube, ich
hab eine gewisse Ahnung. Wir hatten ja heute Philosophie und da
hatten wir ja den Test mit den Geburtsurkunden gemacht..."

Auszug aus "Perle im Liebesglück"

 

Emma zerrte mich an den Bartresen. Dort saß ein Mädchen, das Emma gut zu kennen schien. „Hallo, Ella. Ich habe heute Besuch mitgebracht.“

Ella drehte sich zu mir um. „Oh, hallo. Ich heiße Ella und du?“ Sie schüttelte meine Hand.

„Angenehm. Ich heiße Patricia, aber nenn mich ruhig Perle.“ Ich lächelte das Mädchen an.

„Macht es dir was aus, wenn ich mich mit Ella kurz verziehe? Es dauert nicht lange. In fünf Minuten bin sofort wieder bei dir.“ Emma sah mich an.

Ich zuckte die Schultern. „Mach dein Ding, solange du mich nicht vergisst.“

„Bestimmt nicht. Hier, bestell dir doch was zu trinken?“ Bevor Emma mit ihrer Bekanntschaft von dannen zog, drückte sie mir fünf Euro in die Hand. Ich studierte daraufhin erst mal die Getränkekarte.

„Besonders zu empfehlen ist der Summerdream-Cocktail“, sagte plötzlich ein Junge zu mir. Es war vielmehr ein junger Mann, der sich da zu mir gesellt hatte.

„Patrick mein Name. Und deiner?“ Er streckte mir die Hand entgegen.

Nur zögernd ergriff ich sie. „Patricia.“

„Sehr schön. Dein Name gefällt mir.“ Patrick lächelte mich an. Er hatte blaue Augen und sah einfach umwerfend aus. In seiner Stimme lag Wärme und Gutmütigkeit.

„Es freut mich, dass dir mein Name gefällt. Ich erlaube dir dennoch, mich Perle zu nennen. So werde ich von den meisten genannt.“

„Ich freue mich, Perle. Hast du vielleicht Lust, mit mir tanzen zu gehen? Ich bekomme so selten eine Tanzpartnerin ab.“

Das Angebot konnte ich natürlich nicht abschlagen. Wir bewegten uns im Takt zur Musik auf der Tanzfläche. Ich hatte es noch nie zuvor so sehr genossen, mit einem Jungen zu tanzen wie in diesem Moment.

Später saßen wir wieder an der Bar. Ich hatte mir einen Summerdream-Cocktail bestellt.

„Ich finde dich recht sympathisch“, fing Patrick an „ich würde mich gerne häufiger mit dir treffen, wenn es dir recht ist.“

„Das wäre mir eine Ehre. Du bist nämlich auch sehr sympathisch. Hast du denn schon was in Aussicht, wann wir uns wiedersehen können?“

„Na ja, die Sache ist die, dass ich zeitlich etwas eingeschränkt bin. Ich mache gerade eine Ausbildung zum Elektroniker und arbeite von morgens bis abends. Nebenbei muss ich auch noch für die Berufsschule lernen.“

Ich staunte. „Echt, du bist schon in der Ausbildung? Du Guter, ich muss noch gut drei Jahre die Schulbank drücken, bis ich mein Abitur habe. Wie alt bist du?“

„Ich? Ich bin 19, werde aber demnächst 20. Und du?“

„Fast 17. Nächsten Samstag ist es soweit.“ Ich lächelte.

„Freut mich für dich! Bei mir dauert es noch ein wenig länger, bis ich Geburtstag habe. Aber bald wird es auch soweit sein. Ich komme aber nun auf ein anderes Thema zu sprechen: Am Dienstag habe ich Berufsschule. Da ließe sich etwas machen. Du musst mir nur sagen, wie es dir zeitlich passt.“

Ich überlegte eine Weile. Doch dann wusste ich die Antwort: „Dienstag habe ich um 13 Uhr Schluss. Wir können uns direkt nach Schulschluss treffen. Passt dir das?“

„Klar, da habe ich ebenfalls um 13 Uhr Schluss. Ich könnte dich an deiner Schule abholen. Auf welche gehst du, wenn ich fragen darf?“ Patrick hatte seine schönste Miene aufgesetzt.

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